3D Modelle - Kaisertempel von Antiochia ad Pisidiam

WiSe 2009/2010

Aufgabe der Übung im Wintersemester 2009/2010 war es, den Tempel für den Kaiserkult in der römischen Koloniestadt Antiochia ad Pisidiam in der heutigen Türkei nachzubilden. Schon aus der exponierten Lage innerhalb des Stadtgebietes geht die besondere Bedeutung des Heiligtums aus dem 1. Jh. n.Chr. für Antiochia hervor, das zunächst für die Verehrung des römischen Kaisers Augustus bestimmt war, im Laufe der Zeit aber vermutlich auch um die kultische Verherrlichung anderer römischer Regenten erweitert wurde. Erwähnenswert sind an interessanten Baudetails die halbkreisförmige Säulenhalle, die den Tempel im Rückbereich umschloss, der dreitorige Bogen am Eingang des Heiligtums, die Giebelöffnungen des Kultbaus („Scheinfenster“, „Scheintür“) und auch die Tatsache, dass die Platzanlage aus dem anstehenden Fels herausgeschlagen wurde, um auf dem höchsten Punkt der Kolonie die größtmögliche urbanistische Wirkung entfalten zu können.

 

Antiochia ad Pisidiam heute

Zustand des Heiligtums für den Kaiserkult in Antiochia ad Pisidiam um 1992. Blick auf den Unterbau des Tempels in der Bildmitte, im Hintergrund Balkenlöcher im Fels für die Säulenhalle (Foto: J. Süß).
Nachbildung einer Säule des Tempels mit kleinasiatisch-attischer Basis, kanneliertem Schaft und Marmortextur (R. Kahlenberg).  Ant02 K


Rekonstruktion der Säulenhalle des Heiligtums. Die Portikus, die den Kultbau halbkreisförmig umschloss, bestand in der unteren Etage aus dorischer und in der oberen Etage aus ionischer Architektur (M. Trognitz).
Rekonstruktion der Platzanlage samt Tempel, unter Berücksichtigung von Details wie z.B. Freitreppe, Giebelöffnung, Tempelakrotere (C. Liersch). 

Antiochia ad Pisdiam Rekonstruktion der Gesamtansicht

Tempelgebäude in Antiochia ad Pisidiam

Rekonstruktion des Tempels (J. Süß).
Rekonstruktion der Platzanlage, Ausschnitt (J. Süß).

Ansicht der Rekonstruktion von Antiochia ad Pisidiam

 

Seitenbearbeiter: E-Mail
Letzte Änderung: 08.10.2014
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